Reflexion etablieren
In Arbeitsabläufen ist die Selbstreflexionsfähigkeit der Mitarbeitenden heute eine der grössten brachliegenden Ressourcen.
Der herkömmliche und übliche Zugang in der Wirtschaftswelt, Sachverhalte auf einer intellektuellen Ebene zu analysieren, ist wichtig, zeigt jedoch immer nur einen Ausschnitt der Gesamt-zusammenhänge. Ihre Fähigkeit, Ereignisse auf intellektueller Ebene interpretieren zu können, verknüpft die Vorkommnisse mit vergangenen Ereignissen und ordnet Sie in Ihrem Denksystem entsprechend ein. Der Verarbeitungsprozess läuft somit vorwiegend in Ihrem Kopf ab und kann durchaus mit Distanz zu Ihrer Persönlichkeit vollzogen werden. Eine wesentliche Komponente bei jeder Art von Selbstreflexion und Persönlichkeitsentwicklung liegt jedoch auf einer anderen Ebene. Nämlich dort, wo Sie mit Ihren Gefühlen und Ihrem inneren Erleben in Kontakt sind und Anteile an sich wahrnehmen können, die sich ausserhalb von intellektuell nachvollziehbaren Bereichen befinden.

Massgeblich bei jeder Art der Reflexion ist, dass im Unter-schied zu einer analytischen Herangehensweise auch Ihre Gefühle und Stimmungen sichtbar werden. Beide Zugänge gemeinsam liefern wertvolle Informationen über eine bestimmte Situation und ermöglichen unternehmerisch relevante Entscheidungen und Massnahmen.
Ein Reflexionsprozess findet aber erst dann statt, wenn Sie eine Situation nicht mehr als reinen Sachverhalt analysieren und bei einer distanzierten Betrachtung bleiben, sondern darüber hinausgehen, mehr entdecken zu wollen und sich auch für das öffnen, was nicht klar und konkret ersichtlich ist.
Auszüge aus dem Buch „Durch Selbstreflexion zum Erfolg“, Symbolon-Verlag, ISBN 978-3-907847-21-0



















